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Bilder zu Microdermals
 

 

Microdermals (MD) oder Singlepoint Piercing (SPP) sind eine noch relativ junge Entwicklung im Bodymodifikations-Bereich.

Diese Schmuckstücke bestehen aus einer wenige Quadratmillimeter großen Grundplatte und einem Rohr mit Innengewinde, die unlösbar miteinander verbunden sind und dem auswechselbaren Aufsatz der als Schmuck getragen wird.

Die Grundplatte des Microdermal kann mit Bohrungen versehen sein um dem Microdermal mehr halt in der Haut zu geben. Durch die Bohrungen soll ein besseres verwachsen mit dem Gewebe ermöglicht werden. Andere Formen, beispielweise eingeschnürte oder kreisrunde Grundplatten sind aber auch möglich.

Zu sehen ist von dem Microdermal eigentlich, nachdem es implantiert wurde und abgeheilt ist, nur eine kleine Öffnung mit einem Innengewinde. In diese Öffnung können können die verschiedensten Schmuckaufsätze eingeschraubt werden. Trotzdem erst relativ kurze Zeit mit diesen Microdermals gearbeitet wird, ist das Angebot an schicken Aufsätzen mittlerweile sehr groß, zumal auch manche Aufsätze aus dem Piercingbereich zu verwenden sind. Diese Variante des Körperschmuckes eignet sich in vielen Fällen auch für Leute die in öffentlichen Bereichen arbeiten und keine Piercings tragen können oder aufgrund Ihrer Piercings Probleme mit dem Arbeitgeber hatten und aus diesem Grund bisher auf ein Piercing verzichten mussten. So ein Microdermal lässt sich durch einen geeigneten Aufsatz oder ein kleines Pflaster sehr gut kaschieren.(Leberfleckeffekt)

Das Schmuchstück kann an fast jeder Körperstelle getagen werden.
Allerdings sind stark beanspruchte Hautstellen nicht unbedingt für die Platzierung eines Microdermal geeignet.
Ein klärendes Gespräch über die Einsatzmöglichkeiten mit dem Piercer ist also dringend erforderlich. Da Microdermals selten "herauswachsen" sind sie sicherlich eine sehr gute Alternative zu herkömmlichen Pircings. Auch im Intimbereich sind Microdermals zum Teil gut anwendbar.

Microdermals heilen meist, bei guter Pflege, komplikationslos ab und lassen sich über lange Zeit gut tragen. Als Material wird bis auf wenige Ausnahmen Titan eingesetzt.
Abheilzeit beträgt etwa 2-3 Monate.

Aber auch die Nachteile sollen hier beschrieben werden. Der Schmuckwechsel gestaltet sich zum Teil als recht schwierig,da meist eine "dritte" Hand benötigt wird um das Schmuckstück zu lösen oder zu verschrauben. In einigen wenigen Fällen konnte schon ein herauswachsen beobachtet werden. Entzündungen innerhalb der "Hauttasche" sind auch möglich. Die endgültige Entfernung eines Microdermals muß durch fachkundige Hand gemacht werden da ein kleiner Einschnitt in die Haut erforderlich wird. Ein kleine Narbe wird nach der Entfernung in jedem Falle zurückbleiben.

Wie wird das ganze denn nun eingesetzt?

Zur Vorbereitung wird die betreffende Körperstelle rasiert und desinfiziert. Mit einem sterilen Hautmarkierer wird die entsprechende Stelle angezeichnet und durch den Kunden begutachtet. Wenn die Markierung an der richtigen Stelle sitzt, kann das einsetzen erfolgen.

Ich bevorzuge die Methode mit einem Biopsy Punch:

Dazu wird die Haut ein wenig zu einer Falte zusammengedrückt und angehoben. Mit dem Biopsy Punch wie er manchem vom Hautarzt bekannt ist, wird eine kleine Öffnung in die Haut eingebracht( Durchmesser 1-2 mm ). Durch diese Öffnung wird das Implantat unter die Haut geführt. Mit der Grundplatte wird eine winzige Hauttasche gebildet in der das Microdermal verbleibt. Wenn die Grundplatte an der richtigen Stelle sitzt, Kann der Erstschmuck aufgeschraubt werden. In manchen Fällen, kann es auch von Vorteil sein vor dem Einsetzen den Aufsatz mit der Grundplatte zu verschrauben.
 

 
   

Das ganze ist eigentlich recht schnell und ohne große Schmerzen oder starke Blutungen erledigt. Über eine Betäubung kann im Einzelfall nachgedacht werden und lässt sich in Form einer Salbe recht wirkungsvoll einsetzen. Nach dem Eingriff muß die Wunde noch eine Zeitlang mit einem Pflaster abgedeckt werden. Das Pflaster dient zum einen zur Wundversorgung und zum anderen zum fixieren des Microdermal. Gerade in der ersten Zeit nach dem implantieren ist die Gefahr das Microdermal herauszureißen sehr groß.

Regelmäßige Kontrollen, in kurzen Zeitabständen, durch den Piercer sollten während der Verheilzeit dringend eingehalten werden. Sollte später mal ein Aufsatz verloren gehen und kein Ersatz zur Hand sein, sollte umgehend Kontakt mit dem Studio aufgenommen werden.

Während der Abheilzeit sollte ein möglichst flacher und abgerundeter Aufsatz getragen werden da die Gefahr des hängenbleibens gegeben ist und das Microdermal herausgerissen werden könnte.
Auch mit der täglichen Körperpflege und Rasuren an der entsprechenden Stelle sollte man sehr vorsichtig sein, da schon der eine oder andere sein Microdermal schlicht und einfach abrasiert hat.

Die weitere Pflege gestaltet sich im großen und ganzen wie bei einem normalen Piercing, sollte aber mit sehr viel mehr Sorgfalt, in richtigem Maße, betrieben werden.

Natürlich gibt es auch andere Methoden um ein Microdermal einzusetzen. Manchmal ist es erforderlich mit der Piercingnadel eine Öffnung in die Haut einzubringen und entweder mit der Nadel oder dem Schmuck eine Hauttasche zu formen. Auch ein Skalpell kann eingesetzt werden um die Öffnung/Hauttsche zu bilden.

Bei der Auswahl des Studios in dem man sich sein MD einsetzen lässt sollte man, wie bei allen Piercings, Tätowierungen und anderen Bodymodifikationen, sehr viel Wert auf Sauberkeit und Hygiene legen. Es wird keinen Tätowierer/Piercer, der sein Studio ernsthaft betreibt,stören wenn der Kunde sich während des Informationsgespräches mal den Hygieneplan zeigen lässt oder einen Blick auf die Prüfplakette des Sterilisators wirft. Eine umfassende Beratung bei der keine Frage offenbleibt, auch und insbesondere hinsichtlich der Nachsorge, sollte auf jeden Fall vor dem Eingriff erfolgen.
Und wenn es nicht Passt, ruhig auch einen weiteren Weg in Kauf nehem um im Endeffekt ein gutes Resultat zu erzielen.

Bodymodifikation soll Freude bereiten und nicht zum unkalkulierbaren Risiko werden.